Was sind eigentlich Passkeys? Wir blicken auf unsere Folge von 2023 zurück und fragen: Was hat sich seitdem verändert, und wo stehen wir jetzt?
Veröffentlicht am 17.09.2026
Erklärung
- Passkeys sind eine moderne, sichere und benutzerfreundliche Alternative zu traditionellen Passwörtern. Sie basieren auf der FIDO2– und WebAuthn-Technologie und ermöglichen eine passwortlose Anmeldung bei Online-Diensten, Apps oder Geräten. Hier die wichtigsten Punkte:
🔑 Wie funktionieren Passkeys?
Schlüsselpaar statt Passwort:
Ein privater Schlüssel (gespeichert sicher auf deinem Gerät, z. B. Smartphone, Laptop oder Hardware-Token wie YubiKey) und ein öffentlicher Schlüssel (auf dem Server des Dienstanbieters hinterlegt) ersetzen das Passwort.
Der private Schlüssel wird nie übertragen – er bleibt lokal und ist durch Biometrie (Face ID, Touch ID) oder eine PIN geschützt.
Anmeldung in Sekunden:
Du bestätigst die Anmeldung z. B. mit deinem Fingerabdruck, Gesichtsscan oder einer Geräte-PIN.
Der Dienst verifiziert dich über kryptografische Signaturen – ohne Passwort-Eingabe.
Synchronisation (optional):
Viele Anbieter (z. B. Apple, Google, Microsoft) synchronisieren Passkeys verschlüsselt über ihre Cloud-Dienste (iCloud Keychain, Google Password Manager). So sind sie auf allen deinen Geräten verfügbar.
🔒 Vorteile von Passkeys
✅ Sicherer als Passwörter:
Immun gegen Phishing (keine Eingabe in gefälschte Websites möglich).
Keine Passwort-Wiederverwendung oder schwache Passwörter.
Schutz vor Brute-Force-Attacken und Datenlecks (da keine Passwörter gespeichert werden).
✅ Benutzerfreundlich:
Kein Merken oder Zurücksetzen von Passwörtern nötig.
Schnellere Anmeldung mit Biometrie.
Funktioniert auf allen Geräten (Smartphones, Tablets, Laptops).
✅ Plattformübergreifend:
Unterstützt von Apple (iOS 16+, macOS Ventura+), Google (Android 9+, Chrome), Microsoft (Windows 10/11), und vielen Diensten wie PayPal, eBay, oder 1Password.
✅ Zukunftssicher:
Wird von der FIDO Alliance (u. a. mit Google, Apple, Microsoft) als Standard für passwortlose Authentifizierung gefördert.
Ersetzt schrittweise SMS-2FA und Einmalpasswörter (OTP).
🚀 Beispiele für Dienste mit Passkey-Unterstützung
Apple: iCloud, Safari (ab iOS 16/macOS Ventura)
Google: Google-Konto, Chrome, Android
Microsoft: Microsoft-Konto, Windows Hello
Passwortmanager: 1Password, Bitwarden, Dashlane
Webdienste: PayPal, eBay, Shopify, GitHub, Best Buy, Kayak
Betriebssysteme: Windows 11, macOS, Android, iOS
🔍 Unterschied zu 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung)
Merkmal
Passkeys
2FA (z. B. SMS/OTP)
Sicherheit
Höher (phishing-resistent)
Abhängig vom 2. Faktor (SMS kann abgefangen werden)
Benutzerfreundlichkeit
Ein Schritt (Biometrie)
Zwei Schritte (Passwort + Code)
Abhängigkeit
Keine SIM-Karte/Internet nötig
Oft SMS oder App nötig
Gerätebindung
Gerätespezifisch (oder Cloud-Sync)
Meist geräteunabhängig
❓ Häufige Fragen
Frage: Brauche ich ein Passwort als Backup?
Antwort: Nein – Passkeys sind selbstständig. Einige Dienste bieten aber weiterhin Passwörter als Fallback an.
Frage: Was passiert, wenn ich mein Gerät verliere?
Antwort:
Bei Cloud-Sync (z. B. iCloud/Google) kannst du Passkeys auf einem neuen Gerät wiederherstellen.
Ohne Sync: Nutze einen Passwortmanager mit Passkey-Backup (z. B. 1Password) oder registriere mehrere Geräte für den Dienst.
Frage: Funktionieren Passkeys auf allen Websites?
Antwort: Noch nicht überall, aber die Unterstützung wächst schnell. Prüfe die Liste unter passkeys.io oder FIDO Alliance.
📌 Zusammenfassung
Passkeys sind die Zukunft der Authentifizierung – sicherer, einfacher und bequemer als Passwörter. Sie nutzen moderne Kryptografie und Biometrie, um Phishing und Passwortdiebstahl unmöglich zu machen. Probiere sie aus, sobald dein Lieblingsdienst sie anbietet!
Quellen & Weiterlesen:
Apple Support: Passkeys
Google: Passkeys erklären
FIDO Alliance
Passkeys.io (Übersicht unterstützter Dienste)
Falls du Hilfe bei der Einrichtung brauchst, lass es mich wissen! 😊
Musik von MDK
Intro & Outro: MDK – Super Ultra (Smooth Jazz Remix)
MDK auf YouTube

Guten Abend,
während der heutigen Folge habt ihr euch nicht verzettelt und seid nicht einmal abgeschwiffen. Ich weiß nicht, ob ich das gutheißen soll. 😉
Nach einer Internetrecherche dürfen Personen in Deutschland nicht zur Herausgabe von Passwörtern gezwungen werden, wenn sie sich damit selbst belasten würden. Die Entsperrung eines Endgeräts durch erzwungenes Auflegen des Fingerabdrucks ist strittig. Grundsätzlich gilt, dass der Schutz vor Selbstbelastung gilt. So dürfen Fingerabdrücke nicht aus dem alleinigen Grund genutzt werden, um deren Eigentümer zu belasten. Ich habe keine Erklärung gefunden, wo soetwas zulässig wäre.
Danke für die schöne Folge.
VG
Jörg
Vielen lieben Dank, Jörg.